Lummerland

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n-bahner
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Re: Lummerland

#51

Beitrag von n-bahner » Samstag 4. Februar 2017, 16:18

Hallo Chris,
1822 hat geschrieben:
Freitag 3. Februar 2017, 20:29
Ich beabsichtige mit Fleischmann/exROCO (also ohne Bettung) im nicht-sichtbaren Bereich zu bauen, Schalldaemmung keine unter dem Gleis, jedoch an den Seiten- und Frontenverkleidungen - also in anderen Worten, das Gleis direkt auf der Trasse.
OK, ohne Schalldämmung habe ich das auch probiert, war mir allerdings zu laut, an eine Schallschutzkabine um den Wendel habe ich gar nicht gedacht ;)
1822 hat geschrieben:
Freitag 3. Februar 2017, 20:29
Die Hoehendifferenz der SBHF sind 10cm - die moegliche Frage beantworte ich gleich vorweg, wegen dem Zugriff: die SBHFe sind Ladenteile zum heraus ziehen :) Bei Wartungsarbeiten bzw Unfaellen wird die SBHF-Lade einfach herausgezogen ...
Klingt auch nicht schlecht, wenn Du den Platz dafür zur Seite hast ist das mit Sicherheit auch eine gute Lösung.

Gruß
Gerd
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Re: Lummerland

#52

Beitrag von n-bahner » Sonntag 19. März 2017, 22:32

Hallo,

hat etwas länger gedauert aber jetzt zu 2016.

Ende 2015 und Anfang 2016 beschäftigte ich mich auch noch mit Performanceproblemen die Rückmeldungen verzögert an die Software iTrain verursachten. Nach Hilfesuche im Forum war der PC schnell als Ursache gefunden und habe den PC bzw. Motherboard (mit AMD Athlon 3800 64Bit Single-Core) durch ein Intel Quad-Core 1,5 GHz ersetzt, Geschwindigkeit vom Prozessor ist nicht so entscheidend jedoch mehrere Prozessoren sind besser, leuchtete ein.
Mit dem AMD Single-Core also nur ein Prozessor war, wenn Hintergrundprozesse wie Windows-Update gelaufen sind überlastet und wirkte sich dann bei iTrain in der Positionierung der Züge aus.

Mit dem Quad-Core also 4 Prozessoren war das behoben aber die Bedienung war durch die nur 1,5GHz nicht mehr so flüssig, später tauschte ich das Board erneut gegen ein Intel Quad-Core mit 2,0 – 2,5 GHz aus, damit war die Bedienung wieder wie gewohnt flüssig und unverzögert.

Doch rein am PC und dessen Performance verschwanden manche Fehler die durch Verzögerung bei der Rückmeldung entstanden sind nicht ganz.
Bei der Suche an was das liegen kann habe ich noch die Netzwerk-Schnittstelle ausgemacht die ich dann noch per Gigabit Netzwerk versorgt habe aber nichts geholfen hat. Die Netzwerk Schnittstelle ist zwar toll, weil sie vom Betriebssystem unabhängig ist und ohne spezielle Treiber auskommt, ist aber von der Geschwindigkeit bei schnell zu verarbeitenden Signalen nicht wirklich schnell und unterliegt sogar Schwankungen. Die Netzwerkschnittstelle wird schneller wenn sie isoliert betrieben wird, also die Ecos direkt mit dem PC verbunden ist (ohne Router oder Switch dazwischen) aber selbst das lies nur 17 gleichzeitig fahrende Züge ohne Fehler bei der Positionierung zu, je mehr Züge dann dazu kamen umso schlimmer wurde das dann, bei 24 war dann endgültig Schluss.

Bei der weiteren Suche wie die Performance verbessert werden kann bin ich dann letztendlich auf das DCC Gleissignal selbst gestoßen.
Theoretisch sind bei DCC pro Sekunde ca. 125 Befehle möglich da aber die Zentrale die Befehle mehrmals wiederholt, um sicher zu gehen dass sie auch ankommen, sind es dann nur noch ca. 30 unterschiedliche Befehle. Das klingt jetzt auch noch nach recht flott kann aber schnell zum Problem werden, wenn wie ich auch die Beleuchtung per iTrain und Modellbahnuhr automatisch schalte, dann werden auch noch die Weichen und Signale darüber geschaltet und schon kann es dann richtig zu sichtbaren Verzögerungen kommen. Es wird zwar priorisiert und Lok Befehle haben Vorrang doch wenn ein Zug noch bei Rot aus dem Bahnhof fährt und erst auf grün wechselt am Signal, spätesten da habe ich dann schauen müssen ob ich das verbessern kann.

Auch bei RailCom ist die Ecos ein globaler Empfänger und kommt mit der Flut an Meldungen oft nicht hinterher (Weichen-Stellungs-Rückmeldungen), wurden mehrere Weichenstraßen geschaltet, da kamen oft die Rückmeldungen recht spät oder gar nicht mehr bei der Ecos an.
Die Lösung ist eigentlich ganz simpel, so viel wie möglich vom DCC Gleissignal nehmen was die Lok nicht braucht und Schalten über einen getrennten Bus.
Das geht aber mit der ESU Ecos nicht, auch wenn ein extra Booster für Weichen, Signale und Beleuchtung verwendet wird, wird trotzdem am Gleissignal für die Loks alles übermittelt und die Befehle für die Loks ausgebremst.

Bei Esu ist man der Auffassung, das liegt daran, weil die Bremsrampen für Loks per PC gemacht wird und nicht per ABV und evtl. Bremsabschnitte. Dadurch ist eine Flut an Fahrsufenänderungen am Gleissignal (die auch noch mehrmals von der Zentrale wiederholt ausgegeben werden) und ist dadurch überlastet.
OK, das kann man so sehen, muss man aber nicht ;)
Wenn ich also alles vom Gleissignal nehmen kann was Loks nicht unbedingt brauchen, kann die Performance deutlich gesteigert werden und die Brems- und Beschleunigungsrampe bequem von der Software aus gesteuert werden. Mit der Vorstellung von Esu müsste ich Anpassungen immer im Decoder machen, das ist für mich deutlich komplizierter zu handhaben, bei wenigen Loks noch überschaubar aber bei vielen ist das doch recht unkomfortabel.

Also kurzum, ein Systemwechsel wurde mir immer deutlicher. Nur welche Systeme bieten eine max. Performance :?:

Die DR5000 von Digikeijs fasste ich zunächst in Betracht doch sie war Anfang 2016 noch nicht wirklich lieferbar und eine Trennung zwischen Fahrbefehle und Schaltbefehle am Gleissignal gibt es da auch nicht, zumindest nicht was ich aus der Vorankündigung habe herauslesen können.

BiDiB von Fichtelbahn rückte da dann immer mehr in den Fokus. Nachdem ich mich mit Hr. Kufer in Verbindung gesetzt habe was ich alles bei meiner Anlagenkonfiguration austauschen müsse, stand schnell fest, am besten alles, wenn ich max. Performance haben will.
Alles auf einmal austauschen wäre auch finanziell nicht möglich gewesen und habe erst mit einem GBM Master, GBM16T und einem OneControl angefangen Teile auszutauschen.
Kurz darauf entdeckte ich das TLE-s88-BiDiB Interface, damit konnte ich die S88 Module von der Ecos an BiDiB betreiben und die Ecos wurde überflüssig, die ich dann im Internet weiter veräußert habe.
Mit dem Erlös konnte ich dann weitere BiDiB Komponenten kaufen und austauschen die ich dann wieder im Internet veräußert habe und mit dem Erlös weitere Komponenten kaufen konnte.
Somit ging die Umstellung auf BiDiB recht rasch von statten und war im Dezember 2016 abgeschlossen und die Anlage war zu 100% BiDiB.

Dass es anfänglich diverse Probleme gab will ich nicht verschweigen. Die RailCom Rückmeldungen sind recht empfindlich und können durch Beleuchtete Wagen die noch mit Glühlämpchen ausgestattet sind empfindlich gestört werden. Daraufhin habe ich dann alle beleuchtete Wagen mit LED-Streifen ausgerüstet oder die Glühlämpchen ausgebaut.

Auch die Schaltung für die Spannungsgleichheit bei den überwachten und unüberwachten Gleisabschnitten musste entfernt werden, sie verursachte auch Probleme bei den RaiCom Rückmeldungen und wurde nicht sicher übertragen und es gab massive Geister RC-Meldungen.

Am besten ist es wenn es gar keinen unüberwachten Gleisabschnitt auf der Anlage gibt dadurch kann man viele Probleme von vornherein vermeiden und der Zugbetrieb wird deutlich sicherer. Somit habe ich noch einige Belegtmelder im alten Anlagenteil nachgerüstet und Rückmeldeabschnitte bis zu den Weichen verlängert. Die Weichen bzw. Weichenstraßen auch mit Belegtmeldern überwacht. Also kein cm blieb dann unüberwacht. Der Aufwand zahlt sich aber aus.
Bei den S88-Rückmeldungen stellte ich sogar fest, dass diese über BiDiB so schnell an den PC übermittelt werden, dass man darüber sogar Achszählungen durchführen könnte, wenn ein nicht detektierter wagen eine Trennstelle überrollt hat und diese kurz überbrückt hat ist das sichtbar am Rückmelder und PC gewesen.
Mit der Ecos und den gleichen S88-Rückmeldern konnte man das nie sehen, die Ecos hat entweder die Rückmeldungen intern verzögert oder nicht schnell genug über die Netzwerkschnittstelle an den PC übertragen können.

Solange ich noch einen Mischbetrieb von S88 und GBM16T hatte, hatte ich Geister-Rückmeldungen an den letzten S88-Rückmeldern im Strang, erst als ich eine separate Stromversorgung des TLE-s88-BiDiB Interface angeschlossen habe wurde das besser und je mehr S88-Rückmelder ich gegen GBM16T austauschte, wurde das immer seltener bis sie dann durch Austausch aller S88-Module durch GBM16T gänzlich verschwunden sind.

Es wird zwar empfohlen die Verdrahtung je Belegtmelder 2-polig und verdrillt auszuführen aber bei bestehenden Anlagen oft schwer machbar, ich konnte das nur in wenigen Fällen umsetzen und habe auch keine Probleme mehr bei den Belegtmeldungen und den empfindlichen RC-Rückmeldungen. Zwischenzeitliche Versuche mit verdrillten Leitungen ergaben bei mir nicht wirklich was, nur der Austausch aller S88-Module ergab keinerlei Störungen mehr.
Sicherlich ist es bei Spur-N und den geringeren Strömen nicht so ausschlaggebend wenn die Anschlüsse zu den Belegtmeldern nicht immer 2-polig und verdrillt ausgeführt werden aber je größer die Spurweite oder die Ströme die dort fließen kommt dieser Effekt sicherlich zum Tragen und sollte so gut es geht beachtet werden.

Auch Lokdecoder die für RailCom noch nicht vorgesehen waren habe ich so nach und nach ausgetauscht, darunter zählten alle von Uhlenbrock 73500, 73400, 73410, 73900 auch CT-Elektronik DCX74z, DCX75, DCX76 die von Kühn N025 (auch N45 tauschte ich aus, weil der immer wieder Zicken gemacht hat), Fleischmann und Tams waren auch dabei.
Hätte es zwar nicht unbedingt gebraucht aber wenn schon RailCom dann komplett.
Verblieben sind Esu V4, Lenz, Döhler & Haass und Zimo, die sind schon RailCom tauglich, Minitrix Mtc14 habe ich durch ein FW-Update mit D&H-Programmer RailCom tauglich machen können.

Auch alle Magnetartikel-, Beleuchtungs- und Signal-Decoder wurden ersetzt um die Signale vom Gleissignal zu bekommen. Dabei stellte sich der OneControl besonders gut als Allzweck-Decoder heraus. Er bietet 16 Leistungsausgänge für bis zu 8 Weichen samt Weichenstellungs-Rückmeldung (Magnetantriebe mit Endabschaltung) am BiDiB-Bus, 16 GPIOs die wahlweise als Ein- oder Aus-Gang verwendet werden können, 4 oder 8 Servoanschlüsse je nachdem ob ein GBM16T angeschlossen wird oder nicht aber meistens habe ich einen GBM16T daran angeschlossen der dann seine Signale über den BiDiB-Bus vom OneControl absetzen kann.
Durch einen OneControl konnte ich bis zu vier Esu-Switchpilot ersetzen.

Für die Beleuchtung hatte ich ja Ursprünglich das Light@Night von LDT was ich aber schon zuvor ausgetauscht habe durch 2x DR4018 von Digikeijs und die Beleuchtung mit iTrain gesteuert habe. Die DR4018 habe ich dann durch einen MoBaLiSt ersetzt und die Signale sind dann auch vom Gleissignal verschwunden und gehen über den schnellen BiDiB-Bus.

Das erstaunliche dabei war allerdings, dass ich jede Menge an Drähte wieder ausbaute und ich nicht benötigte, der Verdrahtungsaufwand mit BiDiB ist also geringer wie zuvor.

Verschweigen sollte ich auch nicht, dass die BiDiB-Komponenten nur als Bausatz angeboten werden und noch fertig bestückt werden müssen, es sind also Lötkenntnisse erforderlich oder anzueignen um die zumindest großen Bauteile noch auf der Platine zu bestücken und einzulöten. Die Module haben auch kein Gehäuse und es sollte darauf geachtet werden, dass keine Kurzschlüsse an den offenen und blanken Teilen entstehen können.
BiDiB ist ein Selbstbauprojekt und ist nichts für elektrotechnische Anfänger oder Laien, wer sich aber bemüht und sich das aneignen will kann das durchaus auch schaffen.

Die Dokumentation ist ausschließlich im Internet zu finden, ist sehr Umfangreich und reicht bis zur Entwicklungs- oder Programmier-Ebene. BiDiB gehört zu OpenDCC und ist völlig offen, wer will kann sich da einbringen und auch selbst entwickelte Baugruppen zur Verfügung stellen und vermarkten.

Bei BiDiB gibt es auch ein Forum wo man sehr schnell Hilfe findet, wenn mal was nicht auf Anhieb klar ist oder man nicht mehr weiterkommt. Auch Fehler werden da recht schnell behoben, manchmal sogar in wenigen Stunden.

Falls mal was schiefgegangen ist und man hat was geschrottet gibt es auch noch einen BiDiB-Doctor der die Baugruppen meist wieder reparieren kann. Da aber sämtliche Schaltpläne und Bestückungslisten veröffentlicht sind kann man auch eine Reparatur bei defekt selbst durchführen.

Zur Konfiguration der Baugruppen hat man zwei unterschiedliche Konfigurations-Tools zur Verfügung. Den BiDiB-Wizard und den BiDiB-Monitor, inzwischen gibt es auch Makrovorlagen und man muss nicht jede Funktion selbst konfigurieren und kann diese importieren. Da die Baugruppen frei programmierbar sind, sind auch jede Menge Funktionsabläufe möglich oder auch jedes erdenkliche Signalbild ist mit dem LightControl auch möglich, was bisher nur Q-Decoder wirklich beherrscht. Einfachere Signalbilder sind aber auch mit dem OneControl oder Mobalist schon möglich. Auch Knopfdruckaktionen lassen sich sehr einfach realisieren.

Kurzum, es wird sehr viel möglich werden was zuvor nur mit Spezial-Decoder möglich war.

Nachdem ich alles auf BiDiB umgerüstet habe sind einige sehr positiven Merkmale zu Tage getreten:
  • Ich kann jede Lok oder Wagen mit Decoder an jeder x-beliebigen Stelle auf der Anlage per POM programmieren, aus iTrain heraus und im laufenden Betrieb. Ist für manche vielleicht nicht so wichtig, ich möchte das aber nicht mehr missen wollen. So kann ich z.B. die Lautstärke einzelner Sound-Slots im laufenden Betrieb anpassen oder Funktionsmapping ändern, V-min. und max. beim Einmessen anpassen, Beleuchtung dimmen usw. ohne dass ich die Lok oder Wagen auf das Programmiergleis holen muss, das brauche ich nur noch für die erste Adresseinstellung und Firmware-Updates noch.
  • Ich kann eine Lok aus der Vitrine holen und irgendwo auf der Anlage in einen freien Block aufstellen, per BiDiB erkennt iTrain automatisch wo ich die Lok aufgestellt habe mit der richtigen Fahrtrichtung, das ist sehr angenehm und komfortabel.
  • Auch wenn eine Lok zu weit in einen anderen Block rutscht, der schon mit einem anderen Zug belegt ist, wird das erkannt, obwohl die meisten meiner Blöcke nur einen Belegtmelder haben, durch die RC-Adressmeldung erkennt das iTrain und stoppt vorsichtshalber beide Loks/Züge. Die Sicherheit wird dadurch deutlich erhöht. Auch wenn sie nur minimal in den nächsten Block rutscht und nicht auf den dort stehen Zug fährt würde sonst der Effekt entstehen, dass vom vorausfahrende Zug die dahinterliegende Fahrstraße nicht aufgelöst und wieder freigegeben wird weil ja der durgerutschte Zug den Block noch belegt. Das fällt dann erst auf wenn der vorausfahrende Zug so viel blockiert an Blöcke das der ganze Verkehr zu erliegen gekommen ist. Es passiert zwar nichts aber die Ursache muss man dann erst mal erkennen und finden. Mit BiDiB und iTrain kommt das auch nicht mehr vor.
  • BiDiB und iTrain beherrschen bis zu 4 Loks in einem Belegtmelderabschnitt, dank RailCom Adressmeldung können auch mehrere Loks in einen Belegtmelder automatisch rangiert werden ohne, dass sie sich dabei berühren. Es werden zwar nur bis zu 4 Loks im Adressfeld angezeigt, habe auch schon 6 Loks in ein Abstellgleis mit einen Belegtmelder automatisch rangiert 😉
  • Auch wenn mal der PC unter dem automatischen Betrieb abgestürzt ist oder ein falscher Spielstand geladen worden ist, ist es kein wirkliches Problem, die Software stellt schnell fest wo die Züge wirklich stehen und aktualisiert das selbstständig. Ohne RailCom muss alles kontrolliert werden ob jeder Zug in der Anzeige auch so auf der Anlage steht.
  • Der Booster mit einstellbar max. bis 4A ist zwar deutlich empfindlicher wie der von der Ecos (dagegen hat die Ecos jede Menge Valium), dafür erkannt man aber wo es Schwachstellen beim Gleismaterial oder falsch eingestellten Radsätzen gibt. Der BiDiB Booster schaltet recht fix ab aber dafür gibt es auch keine Brandstellen an den Radsätzen. So habe ich herausgefunden, dass die ersten Fleischmann Weichen ein zu enges Herzstück haben und zwangsläufig fast bei jedem Radsatz der da drüber rollt einen Mikrokurzschluss verursachen, Weichen aus der 2. und 3. Generation haben diesen Mangel nicht mehr. Bei der Ecos war das nicht auffällig, weil sie an der Stelle nie abgeschaltet hat aber Brandstellen auf den Radsätzen verursacht hat und nur gewundert hat wo die denn herkommen. Auch ein Spannungs-, Strom- und Temperatur-Monitor ist in iTrain möglich anzuzeigen.
  • Ein Update oder Konfiguration der verbauten Decoder (Module) ist denkbar einfach und kann im eingebauten Zustand erfolgen, ohne Programmierkabel oder ähnliche Maßnahmen, das hat mich bei so manchen anderen Decodern schon recht gestört, die zum Teil sogar ausgebaut werden mussten. Das gehört zum Glück jetzt der Vergangenheit an. Nur bei einem Master FW-Update muss noch vorsichtshalber ein Jumper gesetzt werden und ist etwas aufwändiger aber ausgebaut muss nichts werden.
  • Die für mich wichtigste Sache ist auch ein wirklich funktionierender Watch-Dog der die Verbindung zwischen BiDiB-Master und Software überwacht und bei Unterbrechung alle Züge stoppt. Viele sind sich gar nicht bewusst was da sonst passieren kann, nun bei Spur-N ist das Zugmaterial nicht ganz so kostspielig wie in Spur-1 aber dennoch ärgerlich wenn es wegen sowas mal zu einem Unfall kommt. Bei der Ecos kann das zustande kommen, wenn sie per Software und Windows betrieben wird, wenn dann die automatischen Updates aktiv sind für Windows und der Rechner eine Verbindung zum Internet hat dann kann das hin und wieder passieren weil ein Netzwerkkarten-Treiber-Update während des Betriebes stattfindet und eine kurze Unterbrechung bei der Netzwerkkarte zur Folge hat, beim Surfen merkt man davon fast nichts, weil die Unterbrechung nur ganz kurz ist. Doch in Verbindung mit einer Steuerungssoftware ist das fatal, die Ecos lässt die Züge in der zuletzt ihr bekannten Fahrstufen weiterfahren, iTrain registriert zwar die Unterbrechung und gibt einen Warnton aus aber hat keine Kontrolle mehr über die Züge. Da hilft nur so schnell wie möglich die Stopp-Taste an der Ecos zu drücken und sie neu zu starten damit die gespeicherten Fahrstufen gelöscht werden oder die Verbindung von Software zur Ecos neu aufbauen, es dauert aber eine Weile bis alle Fahrstufen wieder auf 0 sind, sollte bedacht werden falls Züge schon kurz vor einem Crash waren.
  • Auch die Möglichkeit mehrerer Not-Aus-Tasten um die Anlage für kurze Wege kann realisiert werden und wird von Fichtelbahn angeboten. Dabei gibt es auch zwei verschiedene Modis wie die Software oder Master darauf reagiert, entweder wirkt die Taste lokal auf einen oder mehrere Booster und laufende Zugfahrten müssen nach wieder Freigabe neu gestartet werden in iTrain oder iTrain hat die gesamte Kontrolle der Not-Aus-Tasten und stoppt alles was auf ein System Stopp reagiert (auch andere Zentralen, Drehscheibensteuerung die eine solche Funktion haben) und iTrain starten nach Freigabe wieder alles automatisch.
  • Bei meinen magnetischen Weichenantrieben mit Endstellungsabschaltung musste ich jedoch bei einigen einen kleinen Vorwiderstand in den gemeinsamen Leiter einbauen um den hohen Anlaufstrom zu begrenzen beim OneControl. Dafür arbeiten die alten Antriebe die zum Teil schon über 30 Jahre alt sind recht zuverlässig und falls die Weiche mal mechanisch Zicken macht registriert das der OneControl und meldet das der Software, dann weiß man sofort wo man nachbessern muss. Das Schalten über einen eigenen Bus ist auch äußerst zuverlässig und es geht kein Signal verloren, was beim Schalten per DCC am Gleis nicht immer gewährleistet ist, wenn just gerade in dem Moment ein Mikrokurzschluss stattfindet und das Weichensignal zerstört wird, zuvor hatte ich so manche Falschfahrt dadurch. Die allgemeine Meinung in einschlägigen Foren ist meist auch eine andere und wird gerne auf die Antriebe geschoben und Servos sind da die erste Wahl und einzig wahre Lösung. Die Umrüstung auf Servoantriebe blieb mir aber erspart, die alten Dinger sind nicht so schlecht wie sie gerne im Forum gemacht werden 😉
Auch die noch nicht oder nur zum Teil implementierte Funktionen und Features lassen mich zuversichtlich in die Zukunft schauen:
  • Eine Quittierung der Befehle vom Decoder an die Zentrale entlastet weiter das DCC-Signal, weil die Zentrale nicht auf Verdacht X-Mal den Befehl wiederholen muss um sicher zu gehen, dass der Decoder auch den Befehl empfangen hat. Das wird zum Teil von einigen Decodern schon unterstützt aber noch nicht durchgängig.
  • Die dynamische Kanalnutzung für Kanal 1 wird auch noch nicht von jedem Decoder unterstützt und muss vorerst noch von Hand beeinflusst werden und die PC-Software muss den Mangel noch ausgleichen indem sie beim Verbinden jede Lok einmal anspricht damit eine Adressmeldung vom Decoder abgesetzt wird. Mit der dynamischen Kanalnutzung würde das vom Decoder automatisch gemacht werden und schaltet den Kanal 1 selbstständig ab wenn er von der Zentrale angesprochen wurde.
  • Die Geschwindigkeitsrückmeldung vom Decoder zur Software würde die Positionierung noch genauer machen und eine hohe ABV würde die Positionierung nicht mehr verfälschen oder beeinflussen.
  • Mit QOS kann eine Rad- oder Gleisverschmutzung schon bevor es zu einem Problem oder stehenbleiben kommt erkannt werden und durch eine Verschmutzungsanzeige in einem Block oder Lok, Wagen zur Anzeige gebracht werden.
Nachdem ich jetzt die Umrüstung abgeschlossen habe kann es mit der Erweiterung weitergehen, 2017 (Echtzeit) geht es dann mit dem BW und Drehscheibe weiter.

Gruß
Gerd
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Re: Lummerland

#53

Beitrag von Josef » Montag 20. März 2017, 21:04

Hallo Gerd

Toller Bericht über BiDib (wirst noch BiDib Verkäufer?)
Sollte die ECos mal in den Moba Himmel wandern, dann könnte ich mir BiDib vorstellen.
Aber bei meiner kleinen Bahn kommt ja auch schon etwas an Kleingeld zusammen.
Meine Ecos steuert auch nur Weichen und Loks/Züge - den RM-Betrieb habe ich über µCon-s88 und der ist sehr gut auch.
Kein Flackern oder sonst was.

Also sind wir gespannt was da noch kommt bei BiDib!

LG Josef ;)
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Re: Lummerland

#54

Beitrag von lostino » Dienstag 21. März 2017, 12:10

Hallo Gerd,

danke für den Super bericht über BIDIB, also mich brachst nicht mehr überzeugen. :)
Und damit hier im Forum auch noch ein zweiter BIDIB fährt.

Und wie Josef sagt umsteigen ist sicher immer ein grösserer schritt, sieht man ja auch bei dir.
Aber da ich ja am Anfang bin trifft sich das sehr gut.

lg. Patrik
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Re: Lummerland

#55

Beitrag von n-bahner » Dienstag 21. März 2017, 22:03

Hallo Zusammen,

habe da etwas weit ausgeholt aber viele verkennen noch die Möglichkeiten von RaiCom.
Manche Hersteller blockieren oder verweigern RailCom sogar gänzlich, schade.

@Josef
Das Kleingeld bekommst Du aus dem Erlös der anderen Komponenten ;)
Z.B. aus dem Erlös der Ecos habe ich den BiDiB-Master mit 48 RC-Rückmelder + Netzteil und OneControl bekommen der 4x Switchpilot ersetzt und die 4 SP haben wieder einen OC ergeben usw. Kleingeld brauchst Du nur wenn Du an den vorhandenen Komponenten festhältst und Dich nicht trennen willst ;)
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Re: Lummerland

#56

Beitrag von 1822 » Sonntag 26. März 2017, 12:11

Hallo Gerd,

danke fuer Deine gesammelten Erfahrungen und Informationen und die erwaehnten Funktionen und Features stimmen mich ebenso zuversichtlich.

Ich fuer mich selbst, sehe ebenso die Zukunft in BiDiB und RailCom. Man wird sehen, welche Hersteller ueberbleiben ...

Gruss Chris

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Re: Lummerland

#57

Beitrag von n-bahner » Montag 17. April 2017, 23:27

Hallo,

nun zum BW und den Dreh- und Angel-Punkt, die Drehscheibe.

Eine Fleischmann Drehscheibe habe ich mir aus e-Bay besorgt und war neu jedoch mit einem Mangel, dafür aber recht günstig. Den Mangel konnte ich recht einfach beheben und funktionierte dann tadellos.

Mit dem vorhandenen Steuerschalter konnte ich zwar die Drehscheibe steuern war aber doch recht rudimentär. Mit iTrain ist eine Drehscheibensteuerung möglich und suchte nach einer geeigneten Lösung bzw. Digitaldecoder dafür. Da ich eine Ecos hatte wollte ich zuerst die Drehscheibe mit der wohl günstigsten Lösung, einen Lokpilot, steuern. Schnell stellte ich aber fest, dass dieses sogar funktionierte aber trotzdem nur eine Handsteuerung blieb. Mit einem Lokdecoder in der Drehscheibe (Anleitung), oder auch außerhalb, kann man nur mit der Ecos eine direkte Gleisanwahl oder 180° Wende realisieren, per Software kann dieses aber nicht angesteuert werden, da diese Funktion nicht an der PC-Schnittstelle zur Verfügung steht.
Lopi-Drehscheibe.PNG
IMG_4521 (961x1024).jpg
Ein weiterer Decoder für die Drehscheibe ist der TT-DEC von LDT, damit lässt sich die Drehscheibe zumindest per PC-Software und DCC steuern. Von der Ecos aus lässt sich der Decoder nur per Motorola-Protokoll ansteuern, in Spur-N ist MM aber nicht wirklich sinnvoll zu aktivieren auch wenn das die Ecos kann, weil dann bekommt man das unschöne „Motorolaflackern“ bei der Beleuchtung in Loks und Wagen, wenn diese nicht vom Decoder + versorgt werden. Wer also noch ältere Loks im Einsatz hat sollte lieber auf das zusätzliche MM-Format am Gleis verzichten.
Einige Tests mit dem TT-DEC deckten aber weitere Schwachstellen auf. Der TT-DEC hat zwar die Möglichkeit am Spannungseingang für die Versorgungsspannung, Wechsel- oder Gleich-Spannung einzuspeisen aber eine Spannungs-Stabilisierung findet intern nicht statt und es können Gleichlaufschwankungen am Motor bzw. bei der Drehbewegung entstehen, die sich ungünstig auf die Positionierung der Drehbühne auswirken kann. Zur Stromversorgung empfiehlt es sich ein stabilisiertes Netzteil zu verwenden um die Gleichlaufschwankungen zu vermeiden.
In Verbindung mit einem Glockenankermotor in der Drehscheibe ist in der Anleitung ein Fehler, laut Anleitung soll dann in die Motorleitung zwei Z-Dioden mit 9,6V zur Spannungsreduzierung eingelötet werden, das ist aber nur erforderlich, wenn die Stromversorgung mit Wechselspannung (16…18V) eingespeist wird, da durch die Gleichrichtung und Glättung eine Gleichspannung von bis zu 26V entstehen kann und eine Reduzierung um 9,6V dann nötig wird. Mit einem stabilisierten Netzteil mit 16V DC 2A kann das entfallen sonst ist die Motorspannung (6,4V) und Drehgeschwindigkeit zu gering und der Takt kann nicht mehr richtig eingestellt werden.
Die Drehgeschwindigkeit der Bühne kann auch nur begrenzt reduziert werden bis sich der Takt nicht mehr angleichen lässt. Der Takt ist so eine Sache, das Klackern an jedem Gleisabgang ist auf Dauer ganz schön nervig und unschön, das kann zwar etwas reduziert werden, wenn der Takt verstellt wird und etwas voreilend ist dann ist aber die Positionierung noch mehr zufälliger als genau.
Die Programmierung des Decoders ist auch so eine Sache, es lassen sich nur CVs in den Decoder schreiben aber nicht auslesen was eine Fehlersuche oder Anpassung immens erschwert wenn die Einstellungen von Anfang an nicht dokumentiert werden. Also glücklich war ich damit nicht und bin von diesem wieder abgekommen.
TT-DEC.PNG
Der Fleischmann Turn-Control arbeitet ähnlich wie der TT-DEC, er hat jedoch ein Display mit Handbedienung noch integriert und unterstützt DCC und LocoNet zur externen Ansteuerung durch PC-Steuerung. Die Programmierung erfolgt über das integrierte Display und ist deutlich leichter wie beim TT-DEC.
Turn-Control.PNG
Mit dem DSD2010 von Sven Brandt habe ich mich auch länger beschäftigt. Dieser hat alle Möglichkeiten die man sich wünschen kann. Er hat das typische Klackern nicht, fährt langsam an und bremst langsam ab, es können bis zu 4 Sperrsignale betrieben werden auf der Bühne, ein Blinklicht, Bühnenhausbeleuchtung und SUSI-Soundmodul, das Bühnengleis kann mit bis zu drei Belegtmeldern bestückt werden um eine möglichst genaue Positionierung auf der Bühne zu erhalten. Auch der DSD2010 wie der TT-DEC hat einen Sensor mit Magnet zum Abgleich der Position. Von der gemeldeten Position wird dann immer errechnet wo sich die Bühne befinden müsste. Das errechnete müsste kann dabei auch zu Fehler führen. Bei dem DSD2010 wird auch der Riegel entfernt der zwar maßgeblich für das Klackgeräusch verantwortlich ist und somit entfällt, der aber auch sicherstellt, dass die Gleise immer optimal ausgerichtet sind damit es beim Auf- oder Ab-Fahren zu keiner Entgleisung kommt.
Der DSD2010 hat eine sehr komfortable Software zur Einstellung des Decoders, auch die Dokumentation ist sehr detailliert, die Software bietet sogar eine Diagnosefunktion die in der Art und Umfang im Modellbau recht selten zu finden ist. +1
DSD2010.PNG
Der DTC von PiCommIT ist ein Drehscheibendecoder, der zwar nicht so viele Features hat wie der DSD2010 von Sven Brandt, ist aber in Sachen Zuverlässigkeit im Automatikbetrieb den DSD2010 überlegen, weil er den Riegel zur Ausrichtung der Gleise weiterhin verwendet und insgesamt 48 Sensoren für die jeden Gleisabgang hat. Auch eine Handverstellung wirkt sich in keinster Weise aus. Auch ein langsames Anfahren und Abbremsen kann damit realisiert werden. Durch einen Trick bekommt der Riegelmagnet auch beim langsamen Anfahren genügend Energie um den Riegel kraftvoll aus dem Zahnkranz zu ziehen. Der Riegel ist jedoch noch zwei Mal zu hören (beim Start und Ende der Drehbewegung, dazwischen ist kein Klacken zu hören), etwas lauter beim Herausziehen und leiser beim Einrasten. Beides ist aber durchaus ein akzeptables Betriebsgeräusch (das es auch beim Vorbild gibt).
Da die Drehscheibe bei mir auch im Automatikbetrieb zuverlässig laufen soll, habe ich mich für diesen Decoder entschieden. Die beleuchteten Sperrsignale, Bühnenhausbeleuchtung und Sound war mir da nicht so wichtig. Es soll aber noch eine Erweiterungsplatine für die Bühne laut Hersteller kommen die das dann auch ermöglicht.
Die Positionierung auf der Bühne mit nur einem Belegtmelder wird sich noch zeigen ob das ausreichend und genau ist. Doch durch die jetzt Zahlreichen Offsetmöglichkeiten in iTrain bin ich da sehr zuversichtlich das, dass auch funktionieren wird. Die meisten Loks benötigen nicht die komplette Länge der Bühne und so bleibt noch genügend Spielraum für eine eventuelle Fehlpositionierung (+/- 5mm).
Der Einbau ist denkbar einfach, in der Bühne muss nur ein Magnet eingeklebt werden und bei Typ C die beiden kurzen Schienenstücke am Relais zur mittleren Schiene gebrückt werden, der Spulenanschluss am Relais sollte im Digitalbetrieb ebenso unterbrochen werden damit eine Belegtmeldung am Bühnengleis möglich wird.
Die vier Schleifer an der Bühne habe ich auch nach unten gebogen damit die Bühne leichter und geräuscharmer drehen kann und da ich die Abgangsgleise mit Belegtmelder ausstatte war das auch nötig.
Die Software ist zwar nicht so umfangreich wie die von Sven Brand aber vollkommen ausreichend.
IMG_4513 (1024x615).jpg
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Den Einbauort und Position habe ich nun gefunden und es geht dann Weiter mit Lokschuppen und bewegliche Tore.

Gruß
Gerd
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Re: Lummerland

#58

Beitrag von lostino » Dienstag 18. April 2017, 13:12

Hallo Gerd,

Wie immer ein Super Bericht.

lg. Patrik
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Re: Lummerland

#59

Beitrag von n-bahner » Dienstag 18. April 2017, 13:52

Hallo,

zu einem BW gehören auch Lokschuppen und die haben Tore die entweder durch Puffermechanik oder per Hand geschlossen oder geöffnet werden.
Eine Puffermechanik haben aber nur wenige und beim Kauf habe ich damals nicht sonderlich darauf geachtet.

Schon vor längerer Zeit habe ich mir einen 3-ständigen Lokschuppen von Faller 120160 Duderstadt gekauft bei dem die Tore von Hand zu betätigen sind.
Nachdem ich den Lokschuppen nun kürzlich zusammengebaut habe stellte ich fest, dass es möglich sein müsste per Servoantrieb die Tore zu betätigen.
Dazu benötigte ich aber sehr kleine Servos, die ich bei 1zu87modellbau auf der Messe Sinsheim gefunden habe. Dort gibt es auch noch kleinere Linearantriebe, die ich evtl. später für den Ringlokschuppen benötigen werde.

Beim Lokschuppen Duderstadt deutet vieles darauf hin, dass eine Betätigung der Tore ja fast schon vorgesehen ist.
Die Micro-Servos haben in den dahinterliegenden Anbauten Platz, nur bei dem relativ flachen Anbau musste ich noch etwas Hand anlegen und der Servo hatte gerade noch so Platz, ein Linear-Antrieb wäre da besser gewesen, hatte ich aber noch nicht.
IMG_4524 (1024x530).jpg
In der Draufsicht ist die Drahtführung zu sehen, dafür verwendete ich Feder-Bronzedraht Ø 0,3 mm, der lässt sich sehr leicht biegen, löten und erfüllt genau die Anforderung die dafür nötig ist. Im hinteren Teil führte ich die Drähte zur besseren Führung noch durch ein Messingrohr Ø 1,5/1,0 mm.
IMG_4526 (1024x768).jpg
Beim linken Antrieb musste ich die Drähte schräg nach unten in den flachen Anbau führen und dafür war eine kleine 1,5 mm Bohrung nötig, den Halter für den Servo fertigte ich aus Polystyrolplatten an die ich noch in der Restekiste fand, die Platten sind sehr leicht mit Schere und Modellbaumesser zu bearbeiten und lassen sich mit dem UHU-Allplast sehr gut in den Lokschuppen kleben. Bei den rechten Antrieben mussten nur die Fenstereinsätze entfernt werden damit die Drähte zu den Servos geführt werden konnten. Der Servohalter war im Anbau schon vorhanden und musste nur noch mit der Laubsäge etwas angepasst werden.
IMG_4527 (1024x768).jpg
Nach aufsetzen (nicht verklebt, rasten sehr gut ein) der restlichen Anbauteile, verschwindet die Antriebsmechanik.
IMG_4528 (1024x768).jpg
Die Servos testete ich vorab mit einem Servo-Tester ob die Tore sich so öffnen und schließen wie ich mir das vorstelle und damit auch nichts hakt oder klemmt.

Eine Beleuchtung baute ich auch gleich noch mit ein, dazu dienten abschnitte von LED-Wagon-Beleuchtungsstreifen die zu lang waren und gekürzt werden mussten. Die Reste eignen sich dafür bestens.
IMG_4529 (1024x561).jpg
IMG_4532 (1024x768).jpg
IMG_4533 (1024x768).jpg
Jetzt fehlt noch eine farbliche Nachbehandlung damit der Lokschuppen auch realistischer aussieht. Mache ich aber erst gesammelt und später wenn noch mehrere Bauten farblich nachzubehandeln sind.
Was mich allerdings noch stört, ist das Durchscheinen der Beleuchtung durch das Kunststoff-Mauerwerk, entweder ich reduziere die Helligkeit oder ich muss mit Farbe auf der Innenseite etwas nachhelfen.

Weiter geht es dann mit dem 7-ständigen Ringlokschuppen von DM-Toys, der auch Tore mit Servoantrieb bekommen soll.

Gruß
Gerd
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Re: Lummerland

#60

Beitrag von n-bahner » Mittwoch 19. April 2017, 01:28

Hallo,

fast hätte ich es vergessen, inzwischen gibt es eine Telex-Kupplung von Krois für Standard Spur-N Kupplungen. In der Plauderecke hatten wir uns auch schon drüber ausgetauscht.

Eine Telexkupplung in einem BW mit Lagerschuppen darf natürlich auch bei mir nicht fehlen und habe mir bei Krois auf der Messe in Sinsheim zwei Paare besorgt.

Als Rangierlok habe ich mir die Fleischmann BR 346 (V 60 DR) aus meinem Fuhrpark ausgesucht, da sie zum einen noch einen Uhlenbrock 73400 drin hatte und der Decoder nicht mehr zeitgemäß für RailCom war und ausgetauscht werden sollte, zum anderen hat sie eine sehr gute Kontaktaufnahme und mit ihren 4 Achsen kommt sie auch ganz langsam über Weichen also ideal zum Rangieren mit Telex.
Die Krois-Kupplung ist ideal für NEM-Kupplungsschächte geeignet, dazu muss sie allerdings an der Kerbe mit einem scharfen Modellbaumesser gekürzt werden.
N-DS.PNG
Frühere Versuche ohne NEM-Schacht habe ich wieder verworfen da die Kupplung in der Höhe recht instabil ist und die seitliche Ausrichtung auch schwer in den Griff zu bekommen ist.
Also die Kupplungen gekürzt, Standard-Kupplungen aus den Schacht gezogen und die Telex-Kupplungen eingesteckt.
Die jetzigen Anschlussdrähte sind so dünn (Kupferlackdraht), dass sie durch kleine Lücken zwischen Lokrahmen und Umlaufrahmen passen, Bohrungen musste ich nicht machen dafür.
IMG_4535 (823x853).jpg
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IMG_4540 (1024x497).jpg
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Die dünnen Kupferlackdrähte lassen sich auch gut in der Lok verlegen, der längere Draht ist der + und der kürzere ist der – und ist zu beachten beim Anschluss am Decoder. Statt dem Uhlenbrock 73400 verwende ich einen Döhler & Haass DH05C der auf der Unterseite +, AUX1 und AUX2 in Form von Lötpads hat.
DH05C.PNG
Wenn die Kupplungen angeschlossen sind sollte beim Testen darauf geachtet werden, dass die Kupplungen nicht länger als 10 Sekunden betätigt werden sollten, die winzigen Spulen könnten sonst durchbrennen.
Im Decoder gibt es dafür je einen Timer für AUX 1 u. 2 um die Einschaltdauer zu begrenzen darum muss man sich dann nicht mehr kümmern oder Sorgen machen.
Viele Decoder haben eine solche Funktion und wird meist „Kupplungswalzer“ genannt, bei D&H Decoder sind dafür folgende CVs einzustellen.

CV 117 Timer für Ausschalten AUX1 (15)
CV 118 Timer für Ausschalten AUX2 (15)
CV 138 Timer für Heranfahren (6)
CV 139 Timer für Warten (2)
CV 140 Timer für Wegfahren (20)
CV 141 Fahrstufen für Heranfahren (12)
CV 142 Fahrstufen für Wegfahren (12)
CV 143 Einstellungen (0)

Die Werte können allerdings von Lok zu Lok auch anders sein, die in Klammer angegebenen Werte sind bei meiner Lok sehr gut und das Abkuppeln funktioniert einwandfrei und zuverlässig.
Andere Decoder werden von Krois in der Anleitung beschrieben.

Wenn die abzukuppelnden Wagen zu leicht rollen und womöglich noch an einer leichten schräge stehen und immer wieder zu der Lok hin rollen dann geht das natürlich nicht, beim Original wurden da dann auch Hemmschuhe verwendet damit die abgekuppelten Wagen stehen bleiben.

Die seitlichen Führungen an der Krois-Kupplung sind recht knapp bemessen für die Standard-Kupplung und sollten ganz vorsichtig leicht nach außen gebogen werden dann geht das Ankuppeln deutlich leichter und zuverlässiger.

Wenn die Höhe einer Standard-Kupplung nicht stimmt ist das nicht wirklich schlimm, der Kupplungshaken der Krois-Kupplung taucht auch problemlos unter der Standard-Kupplung hindurch.
IMG_4544 (1024x506).jpg
Dennoch ist die Kupplung sehr filigran und sollte pfleglich behandelt werden. Der dünne Messingbügel ist schnell verbogen oder die seitlichen Führungen abgebrochen.

Auch für Eisenbahner die mit Magneten und Reed- oder Hall-Sensoren Rückmelder schalten wird die Kupplung nicht zuverlässig arbeiten, unter dem Messingbügel ist ein Micro-Magnet der schnell durch einen leistungsstarken Neodym-Magneten beeinflusst werden kann und seinen Dienst verweigert. Selber habe ich zwar auch unter vielen Loks Magnete für verbaute Reed-Kontakte aber mit iTrain ist es seit Version 4 möglich mehrere oder nur einen Rückmelder zu betätigen, setzt allerdings voraus, dass alle Blöcke Belegtmelder haben, somit kann ich bei manchen Loks auf den Magneten unter der Lok verzichten bei denen der Magnet Probleme macht.

Bin schon gespannt wie sich die Telex-Kupplung auf Dauer macht.

Gruß
Gerd
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