Lummerland

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Re: Lummerland

#31

Beitrag von n-bahner » Donnerstag 5. Januar 2017, 16:27

Hallo Josef,
Josef hat geschrieben:Momentan suche ich wie verflixt nach der Köf wie du geschrieben hast.
Bisher ohne Erfolg (ausser 1 aber die war nicht mehr der Bringer)
Na da werde ich wohl in Dortmund etwas umhersehen.
Stimmt, im Onlinehandel ist sie so gut wie ausverkauft, auf Messen und Börsen hast Du da evtl. mehr Glück.
Falls mir was über den Weg läuft, lass ich es Dich wissen ;)
Hast noch frei oder bist wieder im Dienst?
Montag geht es wieder los, war gerade am Schreiben ;)

Gruß
Gerd
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Re: Lummerland

#32

Beitrag von lostino » Donnerstag 5. Januar 2017, 16:53

Hallo Gerd,

wieder mal ein Super Bericht, immer wieder Cool zu lesen...

lg. Patrik
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Re: Lummerland

#33

Beitrag von n-bahner » Freitag 6. Januar 2017, 14:50

Hallo,

in 2014 musste ich mir dann Gedanken machen wie ich die beiden Ebenen miteinander verbinde, also den Höhenunterschied von 45 cm überwinde.
Es gibt da zwei Möglichkeiten, ein Gleiswendel oder die gesamte Länge zum Höhenabbau zu verwenden. Das mit der gesamten Länge von 3m fand ich gar nicht so schlecht da die meiste Länge gerade überwunden wird, hat aber einen riesen Nachteil, durch die Trassen wird jeglicher Zwischenraum verbaut und ich komme nur schwer an den großen Schattenbahnhof ran.
Da ich schon ein Modul für einen Gleiswendel vorgesehen habe entschloss ich mich also für einen Gleiswendel. Dabei gibt es natürlich auch einiges zu beachten, die Radien sollten nicht zu klein sein und die Steigung darf nicht zu groß werden, sonst kommen die Züge zwar runter aber nicht wieder hoch. Auch die Durchfahrtshöhe sollte evtl. noch eine Oberleitung ermöglichen.
Das alles bedarf einer sorgfältigen Planung. Dafür findet man auch viel Unterstützung im Internet in Form von Gleiswendelberechnungen mit Trassenbrett-Berechnungen.
Was mich aber schon im Vorfeld beschäftigte war der Aufbau, der wohl klassische schichtweise Aufbau ist dabei der gängigste mit Flexgleise. Flexgleise scheute ich aber da es nicht nur langwierig ist sondern auch problematisch wenn man eine Schienenüberhöhung zur Reibungsreduzierung mit einbauen will.
Also machte ich mich auf die Suche nach Alternativen, die Fand ich bei Kato, die bieten ein doppeltes gebogenes Gleis mit Schienenüberhöhung an. Der größtmögliche Radius in dem 100 x 100 cm großen Grundkörper war dann 381 / 414 mm. Auf der Grundlage konnte ich dann die Berechnungen mit Trassenbrett, Schallschutz und Gleiskörper anstellen. Für eine Trassenbrettstärke von 6-8 mm entschied ich mich dann zugunsten der niedrigeren Steigung. Doch den Wendel aus einem Stück zu sägen wäre pure Verschwendung gewesen, ich hätte dafür dann 10 m² Sperrholz verwenden müssen. Es gibt auch die Möglichkeit den Gleiswendel mit vielen trapezförmigen Brettchen zu einem großen zusammenzuleimen. Im nahegelegenen Baumarkt nahm ich eine Zeichnung mit in die Zuschnittabteilung ob ich eine große Anzahl solcher Brettchen bekommen könnte, erst hat er genickt und versucht das auf der Säge hinzubekommen doch bei dem Versuch blieb es. Genau genommen hat man mit dieser Methode auch jede Menge Verschnitt.

Als ein Freund (Namensgeber von Lummerland) zu Besuch war und wir darüber redeten bot er an die Trassenbretter auf seiner Fräse auszufräsen, es stellte sich doch heraus, dass seine Fräse zu klein war und es zu viele Einzelteile würden. Aber hat einen Bekannten der eine deutlich größere Fräse hat, er macht zwar damit Flugzeugteile aber auch sowas ist damit möglich http://www.glattcad.de/.

Nach einigem E-Mail-Verkehr war es dann soweit. Inzwischen hatten wir auch schon 2015.

Der Wendel hatte dann folgende Eckdaten:

- 9 1/2 Windungen,
- 39 Trassenelemente, ineinander verzinkt,
- vertikale Trassenabstände (lichte Weite) 53 mm,
- Steigung ca. 2,4% (über gesamte Wendel),
- Trassenbreite 110 mm,
- Radius innen 342 mm,
- Radius außen 452 mm,
- für 8 mm Gewindestangen,
- Gewindestangen-Montage/Demontage von außen möglich,
- leichtes Montieren/Demontieren und Transportieren (“Ziehharmonika”),
- höchste (für Normalsterbliche) erhältliche Pappelsperrholz-Qualität A/AB.
Gleiswendel-CAD.PNG

Da die Entfernung nicht so weit war konnte ich den bestellten Gleiswendel-Bausatz noch selbst abholen. Konnte es auch kaum erwarten ;)
Die Sperrholzplatten waren allesamt nummeriert und mussten nur noch aus den Platten ausgebrochen und entgratet werden.
Nun ging es dann an das verleimen, den kompletten Wendel verleimte ich in einem Rutsch auf einmal, an den Klebestellen legte ich eine Frischhaltefolie dazwischen, damit die Trassenbretter nicht zusammenkleben. Auf einem kleinen Tisch mit zwei großen Spannzangen und Ponal-Express ging das dann recht schnell, so war an einem Abend der Gleiswendel verleimt.

Nun brauchte ich noch die 10x M8 Gewindestangen, 200x M8 Muttern und 200x M8 Beilagscheiben, die ich im Baumarkt bekommen habe. Das aufdrehen der Muttern war fast aufwendiger wie das verkleben. Das Einhängen der Gewindestangen ging erstaunlich gut, auch das Einbauen in den Korpus war noch recht einfach. Das ausrichten und Einstellen der Trassenbretter war dann doch etwas schwieriger und aufwendiger, zumal auch noch eine Zwischen- Ein- und Aus-Fahrt rein sollte und die Höhe bzw. Rampe dabei nicht zu steil werden durfte.

Die Zwischen- Ein- und Aus-Fahrt aus dem Grund, weil ich in das BW auch von der anderen Seite ein und Ausfahren will und nicht zu viel Platz für die Wende verschwenden wollte und habe dafür einen äußeren Radius des Wendels für die 180° Wende genutzt. Dafür baute ich an zwei Stellen Weichen in den äußeren Radius ein. Damit das von der Höhe her einigermaßen passte habe ich eine Windung entfernt, damit bin ich dann auf 8,5 Windungen gekommen, die Steigung ist dann zwar etwas steiler geworden, ist aber noch akzeptabel. Als der Wendel dann Justiert war habe ich noch den Schallschutz (Trittschalldämmung für Laminatböden aus dem Baumarkt) zugeschnitten und mit den Kato-Gleisen verlegt, auch die Isolierungen für die Trennstellen für die Belegtmelder wurden gleich mitberücksichtigt, somit ergab sich je halbe Umdrehung je ein Block mit 1,3 / 1,2m.

Nach der Verlegung kam dann die Verdrahtung, die war recht schnell erledigt, da ich die Anschlussdrähte an der Außenseite je einer Schiene angelötet habe und da nichts gekreuzt werden musste, zwei Rückmeldemodule fanden auch direkt am Gleiswendel ihren Platz sodass die Drähte relativ kurz sind.

Nachdem der Lückenschluss zwischen der oberen und unteren Ebene geschlossen war, konnte ich mich auch mit der Gestaltung des Schattenbahnhofes befassen, auch da erwies sich das Kato-Gleis als recht gut, vor allem, weil es eine große Auswahl an Radien gibt, somit konnte ich auf den 80cm 6 Radien unterbringen mit ausreichend Abstand zueinander. In dem unteren Schattenbahnhof haben dann bis zu 21 Züge Platz. Der Gleiswendel dient nicht nur als Weg dorthin, er dient auch als Puffer zwischen Schattenbahnhof und oberer Ebene, der Puffer kann dann immerhin noch zusätzlich 34 Züge fassen, was sich später allerdings noch als Belastungsprobe für die Trassen im Wendel herausstellte und sich langsam zum Problem entwickelte, dazu später dann mehr. Aus heutiger Sicht würde ich ein 8mm Trassenbrett statt ein 6mm verwenden ;)
IMG_4497 (1024x768).jpg
20150502_233728 (1024x576).jpg

Unter der Paradestrecke versteckte ich einen weiteren Schattenbahnhof mit 5 Gleise der weitere 10 Züge fassen kann.
20150502_233932 (576x1024).jpg
20150502_233920 (1024x576).jpg

Bei den ersten Probefahrten stellte ich auch schnell fest, dass die Zugbewegungen nur eingeschränkt möglich sind, wenn ich den Gleiswendel als Puffer verwenden will. Es musste also noch eine Kehrschleife her damit ich von jeder Richtung aus den Gleiswendel innen nach unten und außen nach oben fahren konnte. Dabei kam ich zu einer etwas unkonventionellen Lösung, die Kehrschleife ist nämlich nicht ohne weiteres als solche zu erkennen. Die Kehrschleife baute ich dann in die Paradestecke mit ein und fügte ihr ein drittes Gleis zum Gleiswechsel hinzu, damit konnte ich den Gleiswendel immer in der richtigen Richtung befahren.
Kehrschleife.PNG

Die Kehrschleife ist dann allerdings relativ groß und der Zug wendet erst nach durchfahren von 40 Blöcken, also nicht wirklich auf Anhieb zu erkennen.
Es bedarf aber einer Kehrschleifensteuerung die einen Kurzschluss beim Überfahren der Trennstellen vermeidet. Auf der Suche nach geeigneten Möglichkeiten habe ich auch verschiedene gefunden. Die wol günstigste wäre eine Lösung per Software gewesen die lediglich ein Magnetartikel-Ausgang und ein bistabiles Relais erfordert hätte. Der Nachteil an der Lösung ist allerdings, dass zwingend immer die Software darauf aufpassen muss, dass da kein Kurzschluss entsteht, der PC mit Software muss also immer an sein, wenn darübergefahren wird. Die doch für mich bessere war dann ein Kehrschleifenmodul was allerdings nicht den entstehenden Kurzschluss auswertet, sondern mit Sensorgleise die Richtung auswertet und entsprechend das mittlere Gleis entsprechend umpolt. Das funktioniert dann auch wenn ich mal per Hand über die Stelle fahren will oder muss.
Letztendlich habe ich mich dann für das KS-PIC von Peter Stärz entschlossen und eingebaut.
KS-PIC.PNG

Das ist nicht ganz so leicht die Verdrahtung richtig auszuführen, zumal es bei meiner abgewandelten Kehrschleife auch kein Beispiel in der Anleitung gibt. Aber mit etwas Ruhe und Geduld ist das auch kein größeres Problem gewesen, es muss nur etwas umgedacht werden ;)

Weiter ging es dann mit ausgiebigen Tests, die allerdings ausreichend Zugmaterial auf der Anlage erforderten. War also geraume Zeit damit beschäftigt Züge zusammen zu stellen und in iTrain anzulegen samt Einmessen.

Weiter dann im 2. Teil 2015 wo die Probleme erst richtig zum Vorschein gekommen sind ;-)

Gruß
Gerd
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Re: Lummerland

#34

Beitrag von Josef » Freitag 6. Januar 2017, 17:10

Hallo Gerd

Da haut es mich um - das sieht ja nach ganz tollem Spielwerk aus.
Darum beneide ich dich schon, schön wenn etwas Platz hat.
Du hast ja 2015 auf Bidb umgestellt oder?
Irgendwie bin ich am Überlegen ob ich nicht auf das System Umsteige. Wenn da nicht da löten und umrüsten von allem wäre.

LG Josef der schon auf das 2015 Berichterl wartet
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Re: Lummerland

#35

Beitrag von n-bahner » Freitag 6. Januar 2017, 17:38

Hallo Josef,

so viel Platz ist das jetzt auch nicht, ist trotzdem ganz schön beengt, muss da schon etwas aufpassen, dass ich nicht an Gewicht zunehme, komme sonst nicht mehr zwischen Wand und Anlage durch :lol:
Die Umrüstung auf Bidib kommt erst ab Februar 2016 aber vorher will ich noch berichten oder offenlegn was mich dazu bewegt hat einen solchen krassen Schritt zu tun.
Da sich der Gleiswendel bis in 2015 hingezogen hat bin ich ja teilweise schon in 2015 angelangt ;)
Dauert auch nicht mehr all zu lange, versprochen ;)

Gruß
Gerd
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Re: Lummerland

#36

Beitrag von lostino » Freitag 6. Januar 2017, 23:05

Hallo Gerd,

echt super Bilder und eine coole Anlage, bin begeistert.
Feue mich schon wenn es weiter geht.

lg. Patrik
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Re: Lummerland

#37

Beitrag von n-bahner » Samstag 14. Januar 2017, 19:16

Hallo,

im 2. Teil von 2015 geht es darum alles zu Testen bevor ich alles mit Bauten und Landschaft zubaue, spätere Änderungen sind dann nur schwer zu machen.

Als ich den Lückenschluss gemacht hatte, konnte ich jede Menge Züge gleichzeitig fahren lassen. Dabei ist mir mit iTrain dann aufgefallen, dass mein alter betagter Rechner (PC, ehemals Server) das nicht mehr gepackt hat. Vor allem wenn im Hintergrund noch von Windows Updates gekommen sind und installiert wurden. Die Auslastung nur durch iTrain betrug knapp 75%, wenn dann noch was im Hintergrund gelaufen ist, machte sich das dann durch Fehler auf der Anlage bemerkbar, weil Rückmeldungen verspätet bei iTrain angekommen sind.
Aufgrund der Erfahrung und Hilfestellung bzw. Erfahrungsaustausch im iTrain-Forum habe ich den PC etwas „Aufgepimpt“. Alter Stand: AMD Athlon 2,4 GHz Single-Core. Das Motherboard mit Prozessor habe ich gegen ein Quad-Core 4x1,5 GHz ausgetauscht, weil ich vernommen habe, die Geschwindigkeit ist nicht so entscheidend aber die Mehrprozessor-Technologie bringt da mehr, statt 3 GB Ram hat er dann 12 GB bekommen und statt einer S-ATA Festplatte habe ich eine SSD eingebaut. Die ersten Eindrücke waren auch nicht so schlecht, nur die Reaktionszeit bei der Bedienung in iTrain war dann doch eher etwas träge bzw. verzögert. Vermutete erst das, dass an der Grafikkarte auf dem Motherboard liegt und habe eine extra Grafikkarte mit 2 GB RAM nachgerüstet, leider brachte das nichts an dem verzögerten Reaktionsverhalten.
Es gab aber einen deutlichen Unterschied bei der Prozessorauslastung, mit iTrain war der Prozessor kaum oder selten mehr als 50% ausgelastet, auch Updates im Hintergrund machten sich fast nicht mehr bemerkbar außer das die Reaktion bei der Bedienung noch schlechter geworden ist.
Aber das Problem, dass der Rechner mit iTrain und Hintergrundprozesse überfordert war, war dann behoben.
Nun habe ich auch reichlich Züge auf die Anlage gestellt und fahren lassen und musste dann allerdings wieder feststellen, nachdem ich „Start All“ gedrückt habe und 30 Züge gleichzeitig sich in Bewegung setzten, dass ich wieder jede Menge Fehlermeldungen erhalten habe, weil Rückmeldungen einfach nicht rechtzeitig bei iTrain angekommen sind.
Ich steigerte die Anzahl gleichzeitig fahrender Züge dann langsam und allmählich, bis 17 ging alles noch ohne Probleme, ab dann ging es mit sporadischen Fehlern los, ab 24 gab es dann so viele Fehler bei der Positionierung aufgrund der verspäteten Rückmeldungen, dass es einfach keinen Spaß mehr machte. An dem PC lag es also nicht, er war ja nur mit max. 50% ausgelastet als die Fehler aufgetreten sind, es muss also an was nach dem PC liegen. Habe dann den Netzwerkanschluss zur Zentrale auf Gigabit-LAN umgestellt um eine Verzögerung an der Schnittstelle mal auszuschließen, war leider erfolglos, die Ecos kann, wenn überhaupt, nur 100Mbit aber der Versuch war recht schnell und günstig zu machen.
Habe mich dann mit der Eigenschaft der Netzwerk-Schnittstelle beschäftigt, eine andere Schnittstelle hat ja die Ecos nicht sonst hätte ich alternativ eine andere testen können.
Die Erkenntnis daraus war, dass eine Netzwerkschnittstelle sehr schnell ist große Datenmengen zu transportieren aber doch recht langsam ist wenn es viele kleine Daten sind. Wer schon mal innerhalb eines Netzwerks Daten kopiert oder verschoben hat, hat das mit Sicherheit schon mal selbst feststellen können, dass Große Dateien aber wenige schneller übertragen werden wie viele kleine Dateien. Zudem kommt dann auch noch der Effekt, dass in einem Haus-Netz mit Internetanschluss per Router auch jede Menge anderer Traffic unterwegs ist der die Ecos und iTrain gar nicht interessiert aber ausbremst.
Also habe ich versuchsweise den PC und Ecos isoliert miteinander verbunden also direkt nur PC und Ecos, das war zwar etwas besser geworden aber dennoch inakzeptabel, max. 21 Züge.
OK, das ist halt dann so dachte ich mir und bremste die max. gleichzeitig fahrenden Züge per Wartezeiten in iTrain aus und begnügte mich damit oder habe mich damit abgefunden.

Auch die Übertragung am Gleisanschluss bzw. Bus habe ich mir angeschaut, weil ich immer wieder feststellen musste, dass Weichen und Signale verspätet oder gar nicht geschalten haben. Eine Fehlstellung der Weichen konnte ich relativ schnell lokalisieren, weil die ESU Switchpilot Decoder per RailCom eine Weichenrückmeldung meiner Fleischmann Magnetantriebe lieferten und die zu iTrain auch übertragen wurden.
Dahinter gekommen bin ich nicht so wirklich aber es liegt in der Sache wie alles übertagen wird.
Als ich mir dann RaiCom Rückmelder von ESU anschaffte bemerkte ich dann was sich schädlich auf das Gleissignal bzw. RailCom Rückmeldung auswirkte.
Die Ecos hat einen globalen RC-Empfänger für den Switchpilot, erst mit den RC-Rückmeldern kann die Adresse von Loks in einem Block identifiziert werden und da merkte ich dann was die RC-Rückmeldung störte, es waren die ganz banalen Glühlampen die in so manchen beleuchteten Wagen noch vorhanden waren. Nachdem ich alle Glühlampen aus den Wagen entferne und zum größten Teil durch LED-Streifen ersetzte war das auch schon besser. Die RC-Adressmeldung bei den Rückmeldern wurde nicht mehr gestört und die Weichenrückmeldung vom Switchpilot war auch zuverlässiger geworden.

Zwischen den S88 Belegtmeldern und den nicht überwachten Streckenabschnitten bemerkte ich einen Spannungsunterschied von knapp 1,4V der sich je nach Lok und Decoder in der Geschwindigkeit bemerkbar machte. Als ich dann nachgeforscht habe wie man das beheben kann stieß ich dann auf folgende Schaltungen um das auszugleichen.
Spannungsgleichheit-2.PNG
IMG_4390.JPG

Der Wiederstand dazwischen ist wichtig, damit die RaiCom Rückmeldungen zur Zentrale übertragen werden können. Das hat auch erst mal prima funktioniert, sollte sich aber später als erneutes Problem herausstellen, weil die Bauteile in der DCC-Versorgung der nicht überwachten Gleisabschnitte das Signal verfälscht und beeinträchtigt haben. Aus heutiger Sicht ist es besser einen Belegtmelderausgang für die nicht überwachten Gleisabschnitte zu verwenden, da wird das Gleissignal nicht so stark beeinflusst und es entsteht nahezu kein Spannungsunterschied mehr zwischen den Gleisabschnitten.
Das Größte Problem bei zu großen Spannungsunterschieden zwischen den Gleisabschnitten ist allerdings, dass der Strom lieber über den Teil abfließt der das höhere Spannungspotential hat. Das wirkte sich dann so aus, dass erst wenn die Lok komplett in den Abschnitt mit niedrigeren Spannungspotential eingefahren war, erst dann eine Rückmeldung in dem Abschnitt erfolgte, was wiederum zu Problemen bei der Positioniergenauigkeit führte weil die Offsetwerte der Lok für die Rückmeldung nie wirklich stimmten.

Ende 2015 kam dann von ESU ein Firmware Update was jede Menge Software-Hersteller Probleme bereitet hat da die Befehls- und Melde-Syntax der Ecos doch zum Teil erheblich abgeändert worden war. Das hat mich mit iTrain auch getroffen und konnte den Betrieb der Anlage nur eingeschränkt nutzen bzw. musste ich den Leagasy-Modus bei der Ecos aktivieren damit ich einen Betrieb überhaupt machen konnte.
Zwischen den beiden Modis stellte ich dann per Netzwerk-Schnüffel-Software folgende Unterschiede fest.
Ecos Leagacymode.PNG
W7_leagacy_normal.PNG

Links die alte und rechts die neue Syntax beim Schalten einer Weiche was zur Folge hatte, dass ein Auswerten der Weichenstellung per Software nicht mehr so ohne weiteres möglich war bzw. Fehler behaftet ist weil die Stellung der Weiche nicht mehr als OK gemeldet wurde, sondern nur noch ein Fehler. Die Software musste also dann davon ausgehen, dass wenn keine Meldung gekommen ist alles OK war, das ist sehr unsicher und macht die Weichenrückmeldung unbrauchbar, weil sie nicht wirklich zuverlässig funktionierte.
Des Weiteren tauchten Geister-Rückmeldungen vom SwitchPilot per RailCom auf, einige Weichen sendeten ständig Meldungen obwohl die Weiche gar nicht betätigt wurde. Auf Nachfrage bei ESU direkt oder im ESU-Forum bzw. beim Support habe ich bis heute noch keine Antwort darauf erhalten.
Also musste ich mich selber auf die Suche machen, habe dann feststellen müssen, dass nur der SwitchPilot V1.0 davon betroffen war, allerdings ein Firmware-Update ist bei dem, um den Fehler zu beheben, nicht möglich da es bei dem keine Möglichkeit für ein Update gibt. Da ich einige davon gehabt habe blieb mir nur eines übrig, die Weichenrückmeldung zu deaktivieren, weil sonst ständig sporadische Fehler aufgetreten sind.
Zu den Fehlern bei den RailCom Rückmeldern gab es auch noch weitere Fehler die mich sehr viel Zeit gekostet haben, weil ESU die Fehler auf die Software-Hersteller abgewälzt hat und die Software-Hersteller schoben die Schuld auf ESU, was für den Verbraucher oder Anwender eine recht ärgerliche Situation darstellt und habe dann versucht beide zu vermitteln damit sie miteinander das Problem lösen. Ein Stück weit ist mir das gelungen doch die Weichenrückmeldung wurde bisher nicht wieder optimiert, dass sie wie vor dem Update zuverlässig funktionierte.

Auch bei anderen Dingen musste ich immer wieder feststellen, dass manches einfach nicht mit der Ecos zu machen war und ich mich ernsthaft nach alternativen umschaute.

Folgendes ist mit der Ecos schlichtweg nicht möglich:
  • Eine vernünftige Drehscheibensteuerung damit anzusteuern oder zu betreiben, es geht nur die Märklin Schnittstelle und das auch nur im Motorola Format, ein TT-DEC von LDT muss auch im MM Format betrieben werden damit der mit der Ecos funktioniert. Ich muss also für die Handbedienung per Ecos das MM-Format einschalten was ein hässliches Lichtflackern bei den Loks zur Folge hat, weil die Glühlämpchen für die Spitzenbeleuchtung zumeist auf Masse sprich einer Schienenseite den + beziehen, eine Isolierung der Glühlampen und Versorgung per + vom Decoder ist in Spur-N fast nicht möglich, höchstens eine Umrüstung auf eine LED-Beleuchtung was ein immenser Aufwand wäre.
    Auch die Möglichkeit per Ecos und Lokdecoder die Drehscheibe zu betreiben geht gar nicht per Software wie iTrain, weil die Ecos schlichtweg die Ansteuerung der Drehscheibe nicht auf der Netzwerk-Schnittstelle zur Verfügung stellt, es ist höchstens ein Handbetrieb per Ecos möglich. Beide Punkte habe ich schon kurz nach Kauf an ESU herangetragen und sogar mehrmals per Mali sogar direkt bei den Geschäftsführern angebracht, auch in einem persönlichen Gespräch auf Messen, leider bis heute Erfolglos, schade.
  • Die Ecos unterstützt keine Möglichkeit der Lokprogrammierung per POM und Software, sie hat nur die Möglichkeit, dass die zu programmierende Lok auf das Programmiergleis geholt werden muss und nur dort kann sie per CV und externer Software programmiert werden.
    Eine Möglichkeit eine Lok direkt aus iTrain und das im Betrieb per POM auf der Anlage zu machen geht also nicht mit der Ecos, nur an der Ecos aber nicht von extern. Auf Nachfrage bei ESU bekam ich zur Antwort, dass die Ecos dann intern ein Konkurrenz-Produkt zum Lokprogrammer ist und das nicht vorgesehen ist. Also laut ESU ist der Lokprogrammer zu verwenden damit es einfach und schnell geht (den muss man sich allerdings dann erst kaufen ;-)).
  • Der Strom- Spannungs und Temperatur-Monitor wird auch nicht an der Schnittstelle ausgegeben, was inzwischen sehr viele Zentralen ermöglichen.
  • Mit RailCom Rückmelder kann nur eine Lok im Rückmelderbereich identifiziert werden, andere können bis zu vier in einem Rügmelder.
  • QOS hat ESU noch nicht wirklich verstanden was damit alles angezeigt werden kann und findet es auch für nicht notwendig so etwas zu haben, wird also nicht kommen, auch nicht in absehbarer Zeit.
  • Das schon längst bemängelte Fehlen einer Möglichkeit einen RailCom Decoder per Software anzulegen wird immer wieder vergessen und verschoben.
Da kam jetzt in mir der Gedanke auf ob ESU die Ecos sterben lässt oder gar eine neue Zentrale in nächster Zeit kommt oder sie die Zentrale schlichtweg nur vernachlässigen, weil sie zu sehr damit beschäftigt sind andere Produkte zu entwickeln. Außerdem musste ich immer wieder feststellen, dass auf N-Bahner nicht wirklich Rücksicht oder war genommen wird. Auch schade.

Über Weihnachten hatte ich mir dann zwei mögliche Kandidaten ausgesucht.

Weiter geht es dann in 2016.

Gruß
Gerd
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Re: Lummerland

#38

Beitrag von lostino » Samstag 14. Januar 2017, 21:43

Hallo Gerd,

wieder ein Dickes Danke für deinen Bericht.
Freu mich schon auf den nächsten.

@Josef, ja das mit BIDIB ist eine Überlegung wert, das System hat es mir angetan, ich bin auch am überlegen, da es bei mir ja noch leicht möglich ist umzusteigen.

Aber die Digikjeis DR5000 ist auch ein super ding.

lg. Patrik
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Re: Lummerland

#39

Beitrag von n-bahner » Samstag 14. Januar 2017, 22:17

Hallo Patrik,

will Dich aber gleich mal bei der Dokumentation vorwarnen, es gibt viel zu lesen und das gleich auf drei unterschiedlichen Webseiten und hast zwei Tools beide haben ihre Vorzüge, also viel lernen, bist Du bereit dafür :?:

@Josef
Bei der ersten Vorschau sieht alles Prima aus aber sobald man den Beitrag online stellt sind die Bilder und Texte verschoben. Kannst Du da noch was einstellen :?:

Gruß
Gerd
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Re: Lummerland

#40

Beitrag von lostino » Sonntag 15. Januar 2017, 08:21

Hallo Gerd,

das hab ich mir fast gedacht, ich habe im Moment nur diese Seiten:
http://fichtelbahn.de/index.html
http://forum.opendcc.de/
http://wiki.fichtelbahn.de/doku.php
hast Du noch ander Seiten die Du mir zur verfügung stellen würdest?

Ich werde mich bemühen so viel wie möglich zu lernen, bei spezialfragen würde ich mich gerne an Dich wenden :D
Und Josef hat mir auch schon sehr viel weiter geholfen. Danke an euch beide.

@Josef,
Ja das mit den bildern ist mir auch schon aufgefallen.

lg. Patrik
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